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1. das natürliche, kennzeichnende Wesen einer Sache

2. Religion allgemein (denn das Streben nach seinem Ursprung ist das natürliche Wesen des Menschen)

3. gesellschaftlich-religiöse Pflichten entsprechend dem jeweiligen Stand oder Rolle in der Gesellschaft

vom Wortstamm dhri = erhalten; wörtlich ‘das, was erhält’

somit erhält Dharma die jeweils zugehörige Sache. So bezieht sich beispielsweise Stri-dharma (das Dharma der Frau) auf Verpflichtungen und Verhaltensweisen welche ihre Weiblichkeit und Rolle bzw. Natur als Frau erhalten und Purusha-dharma (das Dharma des Mannes) auf Verpflichtungen und Verhaltensweisen welche seine Männlichkeit und Rolle bzw. Natur als Mann erhalten. Dasselbe trifft auf den gesellschaftlichen Stand wie Handwerker, Händler oder Lehrer wie auch auf die Lebensabschnitte wie Student, Haushälter oder Asket zu. All diese Prinzipien beziehen sich letztlich auf Manushya-dharma (das Dharma des Menschen) und zielen somit letztlich auf Atma-dharma oder Jaiva-dharma (das Dharma der Seele) ab, welches im Gegensatz zu den voran genannten ewig ist.

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